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Dienstag, 9. Juli 2013

Informationen zum Russisch lernen: 3.Teil

Tipps zum Russisch lernen: Was ist eigentlich der „Aspekt“?


  
Wenn Sie sich entschlossen haben Russisch zu lernen, sollten Sie sich grundsätzlich im Klaren sein, warum Sie die Sprache erlernen möchten.

Möchten Sie nur einige Floskeln lernen, um sich im Urlaub etwas kaufen zu können oder im Restaurant etwas bestellen zu können oder möchten Sie die Sprache von Grund auf lernen? Wenn Sie nur Grundkenntnisse in Russisch erwerben möchten, ist es wahrscheinlich nicht zwingend notwendig, sich mit der russischen Grammatik zu beschäftigen.

Wollen Sie jedoch Russisch genauer lernen, ist ein Arbeiten mit Grammatik wohl unabdingbar.

„Ich bin gerade am Telefonieren“

Hier sei nur ein wichtiger Teilbereich in der russischen Grammatik angesprochen, der vielleicht anfangs Probleme bereiten könnte: Dies ist die russische Verbgrammatik, da es im Russischen den sogenannten „Aspekt“ gibt, den Sie aus dem Deutschen nicht kennen.

Unter dem Aspekt versteht man eine Haltung des Sprechers zur zeitlichen Struktur von Ereignissen und Handlungen. Der Aspekt drückt aus, wie der Sprecher zum zeitlichen Ablauf des Gesagten eingestellt ist, also ob er das Gesagte als z.B. abgeschlossen oder noch andauernd betrachtet.

Im Deutschen gibt es diese Verbalkategorie nicht, hier muss man auf andere Möglichkeiten ausweichen: Will man z.B. sagen, dass etwas noch nicht abgeschlossen ist, kann man sich z.B. mit dem Wort gerade behelfen (Beispiel: Ich telefoniere gerade.). Im Englischen gibt es dafür die Verlaufsform mit –ing (Beispiel: I'm talking on the phone.).

Im Russischen dagegen gibt es zwei Arten von Verben, vollendete und unvollendete. Meist stehen sich ein unvollendetes und ein vollendetes Verb als Paar gegenüber.

Die Verbformen dieser Paare werden dabei voneinander abgeleitet: Eine häufige Art, aus vollendeten Verben unvollendete zu machen – oder auch in die umgekehrte Richtung – ist durch Vorsilben. Dadurch ist es bei vielen Verben relativ leicht ersichtlich, um welche Art von Verb es sich handelt.

Schritt für Schritt geht alles leichter

Dies alles sollte Sie jedoch nicht abschrecken oder gar davon abhalten, Russisch zu lernen.

Bedenken Sie, dass Sie als Lerner nicht sofort alles lernen müssen, was das Russische an grammatischen Besonderheiten aufweist.

Sprachenlernen passiert immer Schritt für Schritt und wenn Sie soweit sind, den russischen Aspekt zu erlernen, werden Sie bereits über Russischkenntnisse verfügen, so dass es Ihnen dann mit Sicherheit leichter fallen wird, als Sie jetzt glauben.

(Quelle "Sprachenlernen24")

Weitere Informationen finden Sie hier!

Informationen zum Russisch lernen: 2. Teil

 

Tipps zum Russisch lernen: Geschlecht der Substantive, Betonung und Aussprache


 


Wenn Sie Russisch lernen, bietet sich immer an, von Anfang an bei neuen Wörtern gleich das Genus, also das Geschlecht des Wortes, die Aussprache und die Betonung mitzulernen.

Im Russischen gibt es, genau wie im Deutschen, drei mögliche grammatische Geschlechter: männlich, weiblich und sächlich.

Anders als im Deutschen ist allerdings die Kennzeichnung dieser Geschlechter. Im Deutschen gibt es nur wenige Regeln, nach denen man vorhersagen kann, welches Geschlecht ein Substantiv hat (z.B. Substantive, die auf die Suffixe -heit und -keit enden, sind immer weiblich).

Sie werden sich freuen, wenn Sie hören, dass es im Russischen bei Weitem mehr Regeln gibt, nach denen Substantive bestimmten Geschlechtern zugeordnet werden können. Da es im Russischen außerdem keine Artikel gibt, sind die Endungen der Wörter sehr wichtig und geben deshalb in den meisten Fällen auch Auskunft über das Geschlecht des Substantivs.

Schwierig!: Die Betonung gibt den Ton an

Die Betonung der Wörter mitzulernen ist deshalb wichtig, weil es im Russischen eine sogenannte Nebensilbenabschwächung gibt. Diese gibt es im Deutschen zwar auch, betrifft jedoch nur Nebensilben, in denen der Vokal e auftritt. Dann wird das e zu einem sogenannten „Schwa-Laut“ reduziert:
Das e am Ende von bitte z.B. wird kürzer und etwas anders gesprochen als das erste e in beten. Manchmal wird auch ein e in der deutschen Aussprache komplett „verschluckt“ wie es z.B. in dem Wort Leben der Fall ist. Wenn Sie genau hinhören, werden Sie feststellen, dass Sie eher „Lebn“ sagen.

Im Russischen gibt es zwar den Fall nicht, dass Vokale komplett weggelassen werden, sie werden jedoch auch verkürzt und etwas anders ausgesprochen, wenn sie in nicht betonten Silben stehen. Diese Abschwächung betrifft die russischen Vokale a, o, e und я.

Deshalb ist es wichtig, den Wortakzent bei neuen Vokabeln gleich mitzulernen, um dann das Wort auch richtig aussprechen zu können.

Horch, horch!

Sehr gut ist es auch, bereits am Anfang des Fremdsprachenlernens authentische Hörbeispiele anzuhören, um mit der Aussprache, der Betonung und auch der Satzmelodie des Russischen vertraut zu werden.

Auch wenn Sie zu Beginn nichts verstehen können, unterbewusst nimmt das Gehirn trotzdem sehr viel wahr und Sie werden die richtige Aussprache und Intonation in Zukunft viel leichter erlernen.

Dafür sind russischsprachige Radiosender und Fernsehsendungen sehr gut geeignet. Im Internet finden Sie eine Vielzahl an kostenlosen Internetradiostationen dafür. Am Anfang sind auch russische Filme mit deutschen Untertiteln geeignet, da Sie den Film einerseits durch die Untertitel verstehen können und andererseits aber auch die russische Sprache hören.

Im Tandem leichter

Sie sollten auch nicht davor zurückschrecken, selbst zu sprechen, sobald Sie erste russische Wörter und Sätze gelernt haben. Fremdsprachenlernen basiert auf Übung. Wenn Sie jedoch aus Angst vor Blamage oder davor, dass Sie nicht verstanden werden, nicht sprechen, werden Sie erstens die Sprache langsamer und nicht so gut lernen und außerdem einen immer größere Barriere aufbauen, selbst zu sprechen.

Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass Ihr Gegenüber Sie nicht prüfen und korrigieren will, sondern verstehen möchte, was Sie sagen.

Sprachtandems haben sich hier bewährt. Suchen Sie sich am besten einen russischen Muttersprachler, der gerne Deutsch lernen möchte oder sein Deutsch verbessern möchte. So können Sie beide Ihre zu erlernende Fremdsprache praktisch üben und die richtige Aussprache und Intonation mit einem Muttersprachler perfektionieren. Ein weiterer Vorteil von Sprachtandems ist, dass man dadurch auch Kultur und Landeskunde der Fremdsprache kennenlernt.

(Quelle "Sprachenlernen24")

Weitere Informationen erhalten Sie hier!!

Informationen zum Russisch lernen: 1. Teil

Sprachen mit anderen Schriftsystemen: Russisch
Haben Sie sich dazu entschlossen, eine Fremdsprache zu erlernen, die nicht das lateinische Alphabet benutzt, sondern ein Ihnen noch unbekanntes, wie z.B. das kyrillische Alphabet im Russischen, ist es natürlich erst einmal nötig, sich mit diesem neuen Schriftsystem vertraut zu machen, sich die Buchstaben und dazugehörige Laute einzuprägen und diese Kenntnisse dann zu vertiefen und zu festigen. Dieses Festigen können Sie durch Lesen und Schreiben erreichen.

Vielleicht denken Sie jetzt: „Was soll ich denn schreiben, wenn ich gerade erst damit beginne, die Sprache zu lernen?“

Unterschätzen Sie jedoch nicht die Lernleistung des Gehirns, auch wenn Sie am Anfang Buchstaben oder kürzere Wörter nur „nachmalen“, also abschreiben.

Unsichtbare Verwandtschaft: Kyrillisch und Deutsch

Beim kyrillischen Alphabet ist es auch erst einmal von Vorteil, sich klarzumachen, dass nur eine bestimmte Anzahl an neuen Buchstaben gelernt werden muss, da einige kyrillische Buchstaben sowohl im Schriftbild als auch im Lautwert mit den Buchstaben und Lauten im Deutschen übereinstimmen (z.B. russisch T, t entspricht dem deutschen T, t).

Außerdem gibt es eine Reihe an Buchstaben, die zwar einen anderen Lautwert besitzen, jedoch genau so aussehen wie lateinische Buchstaben. Hier müssen Sie also nur noch andere Laute zu schon bekannten Buchstabenzeichen lernen (z.B. das russische Н, н entspricht dem deutschen N, n).

Genau umgekehrt gibt es dieses Verhältnis auch: Sie kennen bereits die Laute und müssen nur noch neue Buchstabenzeichen dazu lernen. Das russische Д, д sieht zwar anders aus als das deutsche D, d; von der Aussprache her gesehen gibt es jedoch keine Unterschiede.

Bricht man das kyrillische Alphabet so auf einzelne Buchstaben- bzw. Lautgruppen herunter, bleiben letztendlich noch ein paar einzelne Buchstaben übrig, die sowohl eine andere Gestalt als auch einen anderen Laut haben, als Sie vom Deutschen gewöhnt sind. Und wer wird schon an ein paar Buchstaben scheitern?!

Internationalismen

Wenn Sie zu Beginn im kyrillischen Alphabet noch nicht so sicher sind, bietet es sich an, sogenannte Internationalismen zur Übung zu lesen. Internationalismen sind Wörter, die in sehr vielen Sprachen entweder gleich oder zumindest sehr ähnlich sind. So können Sie Buchstabe für Buchstabe lesen und werden die Wörter dennoch relativ schnell erkennen.

Hier finden Sie Ihre Russisch-Sprachkurse!

Märchenstunde

In einem fortgeschritteneren Stadium beim Erlernen der Fremdsprache eignen sich Kinderliteratur oder Comics sehr gut. Hier haben Sie einerseits authentische russische Texte zur Übung, die Sprache ist dabei aber noch relativ einfach gehalten, sowohl was Wortwahl und Satzbau betrifft. Bei Comics können Sie zusätzlich den Inhalt anhand der Bilder erschließen. Bei Kinderbüchern bieten sich Märchen an, die Sie bereits aus dem Deutschen kennen.

(Quelle "Sprachenlernen24")